Montag, 24. Juli 2017

«Europa ist eine Fantasie»: Ja, das ist sie – zum Glück!

Samstag, 22. Juli 2017

Traditionen stehen als eine Art Dach und Dachbegriff bei Wolf von Niebelschütz über allem in seinem Leben (also ist es ein sehr breiter Traditionsbegriff). Dabei wurden die Traditionen selbst beziehungsweise das Erfüllen seines Traditionsverständnisses von WvN und auch von außen (vor allem in seiner Haltung zu einzelnen Phänomenen) teilweise enorm ambivalent erlebt. Man kann aber zeigen, dass er, was ihm in diesem Zusammenhang oft vorgeworfen wird, kein Nazi war, sondern eher ein feiger Schweiger, der sich ethisch möglichst korrekt durchwursteln wollte, im Einklang mit seinen ihm inhärenten Traditionsvorgaben. Auch in seinem Werk behinderte ihn seine eigene Traditionsfixiertheit lange Zeit eher. Außer beim Blauen Kammerherrn, wo eine Art Barockstil absolut passte, verhinderte dieser immer und immer wieder angewendete Stil weitere bedeutende Werke – bis er es in den 1950er-Jahren schaffte, aus seinem bisherigen Stil zu fliehen und für das zweite Hauptwerk, Die Kinder der Finsternis, entscheidend zu ändern (persönlich gesehen seine bedeutendste Innovation); er schaffte es also, seiner ihn behindernden Verwurzelung und den Traditionen teilweise zu entfliehen, über den Umweg von Auftragsarbeiten, bei denen er sich von Beginn weg freier bewegte, nicht von den eigenen Traditionslinien behindert wurde und fest verwurzelt bleiben zu müssen meinte.

Freitag, 21. Juli 2017

Saudi-Arabien: Was da den Frauen verboten wird … Wäre es eine so behandelte Ethnie, würde die Welt ganz anders aufbegeheren!

Donnerstag, 20. Juli 2017

Appeasement-Politik: Polen zernichtet die Gewaltentrennung und Ungarn schlittert in die Diktatur; was macht die EU: schaut zu.
Sie bringt sich um; aber der Postvasektomieschmerz erinnert ihn zum Glück an sie …

Dienstag, 18. Juli 2017

Die kleine Alice: Gibt Sperma Karies?
Das einfache Schweizer Volk: Das würde uns auch interessieren …

Montag, 17. Juli 2017

Tod de France.
Tour de France: Neu lassen sie sich die Ohren operieren, um weniger Windwiderstand zu haben …

Samstag, 15. Juli 2017

Wenn zu meiner Beerdigung alle Frauen kämen, mit denen ich je was hatte, wäre höchstens eine Frittenbude voll – keine Bibliothek … (Anti-Blöff)

Freitag, 14. Juli 2017

Das Grab der Sonne ruft den Mond: Tallinn, Tallinn!
Shakespeare: Die Dänen, ja, die Dänen …

Donnerstag, 13. Juli 2017

Das einzige Muss, das Muss, ist Schoggi-Mousse.
Der Schuppenfechter.
Der Omibus ist wieder voll!
TV: Logik ist der Feind der Unterhaltung.

Sonntag, 18. Juni 2017

Komm in den Kunstbunker: Der Aufschlitzer zerfickt Deine Träume!

Montag, 12. Juni 2017

Das Unglücksrohr: Titel für eine Biographie. Eines Mannes? Kann bei beiden Geschlechtern wichtig sein. Eines Komponisten?
Wer plötzlich nicht mehr hört, merkt, wie blöd die Menschen aussehen/agieren.

Sonntag, 11. Juni 2017

Der Profeterinär sagt den Tod einer Kuh voraus: »Es muss so sein, Sexy S.!«

Samstag, 10. Juni 2017

Wolf von Niebelschütz (1913–1960) polarisiert. Man mag ihn seiner Sprache und seiner Erzählkraft wegen, oder man findet ihn irgendwie abstoßend. Dazwischen gibt es fast nichts. Folglich geben die einen dem zum Beispiel so Ausdruck: »[D]ie Sehnsucht nach dem irdischen Paradies ist so alt wie die Dichtung, und sie kann immer wieder zu ihrem Gegenstande werden. Ein einziges Mal ist das in der Nachkriegsliteratur geschehen, im ›Blauen Kammerherren‹ des deutschen Dichters Wolf v. Niebelschütz, einem Roman, der die gesamte Elendsliteratur durch seine Schönheit, Poesie und Kunstfertigkeit überragt.« Die anderen zum Beispiel so: »An diesen 995 Seiten [von ›Der Blaue Kammerherr‹] hat der Verfasser sieben Jahre lang geschrieben. Rechnen wir nach: also etwa seit Stalingrad. Es gingen Hunderttausende nach Sibirien, der Autor schrieb an dem galanten Roman. Es fielen täglich und nächtlich Menschen und Bomben – der Autor schrieb galant weiter. Es geschah dann noch einiges, aber der Autor ließ sich nicht beirren: seine Gedanken waren bei Danae, sechzehnjährig, blond und süß. Kann sich einer sieben Jahre lang irren?«

Freitag, 9. Juni 2017

Die Zeiten wiederholen sich: Früher wurden die Gerbereien in die Armenquartiere gedrängt; heute liegt die Lederproduktion vor allem bei Brasilien, China und Indien (und in den USA) …