Samstag, 30. November 2013

Vater Sonne und Muttermund.
»Xxx«, sagte Wie-heißt-er-Noch.
Intellektuelle Wortkunst.
Hier: wie ein Notizbuch. Aber ohne einzelne Sparten; also kann ein Eintrag Meinung sein oder aber belletristische Kürzestform. Es kann auch beides sein. Sowieso zerfließen so die Gattungen. Und die Leserin oder der Leser muss lesen lernen, herauslesen lernen, was sie/er vor sich hat. (Und es zeigt, dass man in vieles vieles hineinlegen kann.)

Freitag, 29. November 2013

Im Schar-Affen-Land.
Nebelleben.
Sie: Nie machst du was im Haushalt!
Er: Was denn, was denn?! Ich spüle doch jeweils das WC, wenn ich es benutzt habe!
Immer einen Witz auf den Titten.
Wer sich nach dem Tod einbuddeln lässt (egal ob im Sarg oder der Urne), kriegt eine Beerdigung. Was ist, wenn man sich als Asche nach der Kremation in die Luft verteilen lässt: eine Belüftung?

Donnerstag, 28. November 2013

Ich hätt' das Buch nicht Tiere essen genannt, sondern: Leben essen.
Es Schädli
vomene
Schlägli
em
Schädli
Die wenigen Menschen, die die von Menschen dereinst begangene Weltkatastrophe überleben werden, werden wieder in Höhlen wohnen: Die sind leichter heizbar als vergammelnde Wohnungen mit breiten Fensterfronten.
Ändern sich hier die Einträge eigentlich ins Krankhafte, hihi? Frag ich mich gelegentlich. Aber wer bin ich schon, haha?!
All diese männlichen Männchen, mit sauber ausrasiertem Genick, man möchte sie gleich unters Schafott legen (Hirn wird keines auslaufen).
To our heregoes.

Mittwoch, 27. November 2013

Keiner wird als ›Genie‹ geboren; er wird’s dann nur – durch die Blödheit der meisten Mitmenschen.
Vielleicht sollte man(n) sich so schminken, dass es nur wirkt, wenn man lächelt.
Ah, das schmeckt kötzlich.
Militärische Vorschule: »SIEGI SAGI SIEGI SAGI, HEIL HEIL HEIL!« – Wann schreitet der RECHTSStaat ein? Wann marschiert die XXX mit? Wann segnet die katholische Kirche alle RECHTEN UNTIERE?
»Xxx«, sagte sie, halt etwas, was weiß ich, was. Das sollte man überhaupt einführen in Texten, dass man schreiben kann: Xxx, kam es aus der Küche. Er sah fern. Was kümmerte ihn ihr Geschwätz.
Ich kroch, ich sprint‘, ich klettert‘; ich ging, ich wogte, ich stolpert‘; bald werd‘ ich schleichen und dann getragen, von der schwarzen Männer-Schar (oder so).
Ahhh, an gewissen Tagen sollte man allen Menschen Masken verordnen.

Dienstag, 26. November 2013

[Doktor Fausto Frederico Tedesco Wagner stellt uns folgenden Beitrag zur Verfügung:]
DER SCHLÜSSEL ZUM WAKE
Dieses Schnäuzchen, wie er da am Platzspitz steht, sieht er nicht aus wie einer, der möchte Deutscher sein (der Teufel zur Faust)? Immerhin die deutsche Sprache liebte er, wollte in ihr schreiben, zweifellos. Sein einziges Theaterstück wurde zu seinem Entzücken auf Deutsch uraufgeführt. Im Ulysses kommen Wortschöpfungen vor, wie sie nur im Deutschen üblich sind: bullockbefriending, zum Beispiel. Und wo hat er lange gewohnt: Im K-und-K-Reich, der Monarchie. Und in der Schweiz. In Italien hat er Ettore Schmitz (sic!) gefördert. In der Schweiz sich gegen England gesträubt.
Der Prozess des immer tiefer vorhandenen Wunsches, seine Werke in Deutsch zu schreiben, liefert der Wake, ein Werk im Prozess: Wenn es zu Beginnn an einer Stelle noch hieß: over and over, so wird das bald einmal zu ufer and ufer. Ja, Joyce weist auf seine Deutsch-Affinität schon mit dem ersten Wort hin: Meint riverrun nicht deutlich Erinnerung?
Eine solche Deutung sei strengly forebidden? Geh, versteck Dich hinter dem Riesengeborg, sag Gutenmorg zu all den anderen Osti-Fostis dort und erlaube mir zassnoch: Nicht alles scheint auf der oberflake liegen zu kommen, viele Gedankjen schlummern unter dem Feigenbaumblatt wonnerful unterdrugged.
Dass is it duss oder auch: Es ist eine Hundesleben!
IN DIE WOLKEN

Wie man als Kind
Liegend im Gras
Aufgeschaut hat
Zu den Wolken
Dem Himmel
Das Weiße im Blauen

Das sei zu wenig
Diese wenigen Worte?
Immerhin kennt man
Die Sehnsucht danach
Spätestens
Wenn die Fliegen kommen

Oder wenn es einem
Zu schmerzhaft scheint
Sich hinzulegen
Ins Grüne
Unter dem Blauen
Mit dem Weißen
Kartoffeln zum Raclette kommen ursprünglich nicht aus der Schweiz, Geranien auch nicht – die obendrein eigentlich ›Grummligen‹ heißen sollten. Aber so nennt man im Innland schon jedes zweite Dorf der Schweiz. Der Insider weiß warum.
PopoPoe. Oder PipiPoe? PapaPoe: hm … Pepepoe: ne!
Bin ich Narratologe? Wär‘ eine Ehr.
HauptWERk.
Da steht ein Herr; und ich in ihm: Wer aber ist dieser?
Im Westen nichts Neues? – Kaufwahn, Kaufwahn, Kaufwahn. KaDeWe.
Sollte ein Schriftsteller in einer Poetik-Vorlesung über seine Werke sprechen? Kaum einmal ist er der berufene Deuter seiner Werke; er kann Hinweise geben, das ja. Aber wäre es nicht aufschlussreicher, wenn er andere Werke auf seine Art erklären würde, erklären würde, was für ihn Literatur bedeutet: Woraus dann der tatsächlich befähigte Deuter herauslesen könnte, was auch ein Zugang zum Werk des Poetik-Dozenten sein könnte.
Aaahhh, der Traum: Ich gehe die Treppen runter (runter!), die Knarre (Knarre!) in der Hand. Draußen wird sie zur Maschinenpistole (Pistole!): Ich baller ‘rum, auf alles, was menschlich daherglotzt; peng peng peng da und ratatatatt dort! Oh die tausendfachen Tode, oh die große Anspannung, oh das viele Blut.
Ich erwache in der Badewanne.

Montag, 25. November 2013

Größere Umwälzungen im Kommunikationsbereich hatten die Literatur noch immer in eine Krise gestürzt; intensive Reflexion und eine umfassende Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten waren die Folgen. Was ist bei der Etablierung des Internets bisher geschehen? Nachdenken: Fast niemand tut’s. Die Suche: Eher ein pathetisches Erfolgsversuchsmitgeilen macht sich überall breit.
Wir Enzykloppädisten.
Fehlt nur noch die TV-Seifenoper über Schriftsteller.
uniVERSE – multiVERSE.

Sonntag, 24. November 2013

Mein Gesicht ist ein einziger Altersfleck.
»Die haben ihr Sonnenkonto schon überzogen!« – Geistesblitzweisheit an der Wall Street.
Montauk oder Europa-Sehnsucht.
Some kind of dodolink.
Homöopathischer Kaffee: Fährt ins Hirn wie der Blitz.
Die Achtigall, sie fliegt auf die Fresse und singt von der Ewigkeit.
Güpfi ist Mode (letzten Sommer).
Bevor ein Hinweis gedeutet werden kann, muss er als Hinweis erkannt werden.
Mein Anfang ist mein Ende.
Welche ›Leerstellen‹ gibt es in meinen Aufzeichnungen?
Herr Riedo, wo ist Ihr Ort in der Welt der Literatur? – Finsterplatz.

Samstag, 23. November 2013

Freitag, 8. November 2013

»Mir wird blitzartig die Schwierigkeit, ja Ungeheurlichkeit des Fachs Erdkunde bewusst: Wie Zeichen, Zahlen, Beschriftungen, Farben, Schraffuren rückverwandeln in eine lebendige Landschaft mit wirklichen Flüssen, Bächen, Teichen?« – Hah!, olle Tante: Dann könntest Du auch nie ein Gedicht über eine Rose schreiben, weil keiner es verstünde, rückverwandeln könnte …
Befrei mich vor der Hölle, der Hülle
Befrei mich vom Formungstrieb
vor der Form
Das WitzWort wird zur Waffe.
Wir sind Wasser, träumen Luft, werden kremiert und liegen in der Erde.
Pontempiona: ja, verdammt.
Maschinen der Phantasie: Es stößt und plumbelt in meinem ZNS.

Donnerstag, 7. November 2013

Ich bin zwar nur Kleingedrucktes. Aber viele sind nur Leerraum zwischen den Buchstaben (nicht mal den Wörtern, geschweige denn den Zeilen).
Hier kommt mobbing dick.
Ich mag die Menscherl nicht, die das Leben nicht als Spiel erleben, sondern als ein Sich-Meriten-Verdienen. (Ein Spiel kann böse sein, das schon.)
Ach, immer ist da ein winziger Kieselstein, der einem das Hiersein ein kleines bisschen zu viel erschwert. Aber immerhin schaffe ich mir selbst ab und zu noch ein Dasein, wenn ich mich auf einen Anlass freue, einen Film, ein Theaterstück, eine Oper, wenn ich lese. Aber andere haben nur noch ein Do-do-do-Dortsein, dann Dortsein, dann müssen sie dort sein und dort. Und dort auch noch.
Hammadeus: Schinken Gottes?
Ein Dachs, der liebte Lachs … Doch weil er dadurch zum Mörder wurde, kam er zum Entschluss, er wolle sich aus der Welt schaffen. Aber vorher wenigstens zum Ausgleich noch ein paar von denen totbeißen, deren Leichname dann als ausgleichende Gerechtigkeit die Waage in der Schwebe halten würde, zu all den toten Fischen in der anderen Schale. Und so biss er hunderte Jäger tot. Schad ist’s nicht. – Damit endet dieses Leerchen.
Glotzendienst.
Glötzendienst.

Mittwoch, 6. November 2013

Wird das hier immer mehr zu einer Brief@Sprache?
Telechubbies.
Was hat vier Beine, dann zwei, dann drei, dann acht?
Ich bin nicht Sprecher der Schicht, aus der ich stamme. Ich bin nicht Sprecher der Schicht, in der ich wohne. Ich bin nicht Sprecher der Schicht, der ich bildungsmäßig angehöre. Wessen Mund führe ich?
Ich schreie und brülle gekonnt meine Zeichen – bin aber umgeben von Blinden. Komm Hundi, komm!
Ich mache jetzt meine Habil. Das Thema? – ›Über die ROLLE von Klopapier in Romanen deutscher Dichter‹.
Kirchtürme in den Himmel: Wollen sie Gott penetrieren? (Auch die Muslims ihren À la ...)

Dienstag, 5. November 2013

Die Lohnschere geht immer mehr auf, die Parzen können nicht mehr knipseln; es leben Direktoren wie Putzfrauen munter auf ewig weiter.
Ei-Hörnchen.
Das Gegack, das Gekack, das Gekackere …
Es rumohrt und macht halt hinter meinen Augen, unter den Haaren.
Bin ich mysonärrisch? Mysoflip? Mysolächerlnd? Mysodumm? Mysoban? …
In Helvetien gibt es derart viele Jungfrauen, dass Forscher der festen Überzeugung sind (›Spietzfindigkundig‹, H. 76/Jg.12, S. 936), dass hier die Scheidenklappen naturgegeben wieder zuwachsen.
Dominik Riedo: Ero di Minidok.
Meine frivolen Lenze sind gezählt: Bald geh‘ ich auf dem Koff.

Montag, 4. November 2013

Sollte man Bücher/Texte aller Schriftsteller erst nach dem Tod drucken/veröffentlichen? Es würde sicherstellen, dass es keiner für das Geld (wir sind ja alle steinreich) oder den Ruhm (kann mich vor heranfliegenden Frauenherzen kaum erwehren) täte? – Aber jetzt im Ernst: Die Bücher würden besser. Und sei es auch nur, weil dann jeweils die besten Texte eines Lebens ausgewählt würden. Und die Literaturwissenschaft hätte was zu tun und ihren Namen eher verdient. Und Kritiker bräucht’s auch nimmer.
rasPUTIN. Den sollte auch mal wer ausschalten.
Zwist unter Zauderern.

Sonntag, 3. November 2013

Früher sind die Mütter oft im Kindbett gestorben. Früh also. Heute gibt es viele uralte Mütter: Ist deshalb die Gesellschaft doch relevant anders als ›damals‹?
Bin ich Narrogyn? Flipogyn? Gynolächerlnd? Gynodumm? Gynoban? …
»Diese Tüte ist mehrfach verwendbar!« – Ja, ich sitze gerade in Deutschland. Es ist Mittagszeit, ich sonne mich auf dem Dach des Collegienhauses in Marbach am Neckar und blicke Richtung Süden, Richtung Schweiz.
Oder was man so nennt. Denn von hier, von hier erkenne ich nichts. Nichts Konkretes, das sowieso nicht – die Rauchfahnen von Mühleberg sind denn doch zu weit weg –, aber auch nichts Abstraktes, das ich mit der Schweiz im Jahre 2013 verbinden würde.
Denn wofür steht die Schweiz?

Samstag, 2. November 2013

Die ewige Frage: wozu? Das ist eine Kinderfrage. Wie oft wollen wir Kind sein?
Sprichpunkt. Schluss jetzt.
Partei mit Flieder.

Freitag, 1. November 2013

Die Freiheitsstatue als Schatten: ein Riesenphallus.
Wolf von Nippelschütz.
Buckelmann, der Dackel.