Samstag, 28. November 2015

Saudi Barbarien.
Unter hinter all den Masken stecken wir. Ich? Nein. Doch sie? Ich bin verwirrt.

Freitag, 27. November 2015

Traum: Verfolgte eine Katze, die einen Vogel im Mund hatte, weil ich den Vogel befreien wollte. Wie ich ins Nest klettere, merke ich, dass der Vogel eine Katze in einem Vogelkostüm ist, die mit der anderen Katze Rollenspiele spielt.
Babs, my Babsi, mini Babetterie …
Das hat eine hohe Wahrschweinlichkeit.
Wow, du hast mal eine verschobene Realitätswahnnehmung, irrklich.

Donnerstag, 26. November 2015

Vielleicht sollte man einführen, dass man pro Paar höchstens zwei Kinder haben dürfte. Falls man mehr macht, würde es zur Adoption freigegeben: nach Afrika; das würde vermutlich dazu führen, dass man dem Kontinent mehr Rechte gewährte (weil ja die eigenen Kinderlein einmal dort sein könnten – der Schweizer arbeitet immer mit Zukunftsmöglichkeiten). Und dann könnte man gleich noch nachlegen und eine komplette Familie pro Jahr per Los nach Zentralafrika umsiedeln. Mal sehen, wie lange es ginge, bis die Dritte Welt nicht mehr derart ausgebeutet würde.
Veganer (ja, das meint zu gewissen Zeiten auch mich …) sollten eigentlich kein Benzin verbrauchen: Die Dinos sind nicht dafür gestorben...  :-)

Mittwoch, 25. November 2015

Kannibalen-Fischlein: Können sie an den Gräten der eigenen Gattung ersticken?
Schriftsteller? – Freelancer. … Hah! – Du meinst wohl eher: Faulenzer.

Dienstag, 24. November 2015

Die Umwertung aller Worte: Was sagen wir eigentlich, wenn wir reden?
Love is in the atmosfair.

Montag, 23. November 2015

FREIBURGERN
Man soll keine Namen nennen. Mein Name ist aber Dominik Riedo. Letzteres ist ein Fribourger Name (genauer aus dem Sensebezirk, dem einzigen rein deutschsprachigen Bezirk des Kantons Fribourg; siehe http://files.newsnetz.ch/extern/infografik/namenkarte). Und Dominik heisst eigentlich: dem Herrn zugehörig. Oh Schande! Denn wenn schon, dann wäre ich lieber einer Dame (zuge)hörig. Womit wir beim Hauptthema sind:
Ich habe gerade das erste Buch von Angelia Maria Schwaller gelesen. Merken Sie sich den Namen. Ja, diesen Hauptnamen, ebenfalls ein Fribourger Name. Und das ist hier wichtig. Denn Schwaller schreibt in ihrem Buch dachbettzyt in ihrem Idiom, dem Senslerdeutsch oder eben: Seislertütsch.
Zugegeben: Als Kind hat mich diese Mundart immer etwas abgestossen. Das hatte aber weniger an der Sprache selbst, denn an gewissen Sprechern gelegen, die ich überhaupt nicht mochte. Sie und damit die Sprache kamen mir ungehobelt vor und rauh. Wenn ich das Bild des Bauerhauses meiner Grosseltern vor Augen habe, sehe ich immer die unzähligen Fliegentätschen, mit denen viele Onkel geradezu ekstatisch auf die armen Kreaturen eingeschlagen haben.
Die Sprache selbst jedoch ist durchaus liebenswert, und sei es nur, weil sie immer wieder mal fast am Aussterben ist. So gehört das Senslerdeutsch zu den wenig bekannten Sprachformen des Schweizerdeutschen, dafür – und das freut mein Germanistenherz – zu den am besten erforschten. Als wirklich besonders gilt zum Beispiel die Umschreibung des Evolutivs und Passivs mit ‹kommen› statt mit ‹werden›: Si chùnnt vùrùckti (sie wird wütend) bzw. är chùnnt gschlagna (er wird geschlagen).
Aber Wissenschaft ist das eine, Dichtung das andere. Wenn die Sprache tatsächlich ausstürbe, und nur Gesprächsfetzen oder Briefe hundskommuner Menschen überliefert wären, würde man das Seislerdeutsch vielleicht einmal für eine Sprache halten, die nur da war, um nicht richtig verstanden zu werden, für einen Ulk auf den Theaterbrettern – so wenige ‹seriöse›, ausgearbeitete Texte sind vorhanden. Vielleicht auch, weil es ziemlich lange dauerte, bis eine Literatur in dieser Mundart auftrat: Meistens bezeichnet man als ersten Senslerdeutsch-Schriftsteller den Prieser Viktor Schwaller (1975-1958; nomen est ...), einige Sagen gesammelt hat German Kolly (1898-1980); dann tut sich das Feld etwas weiter auf unter anderem mit Peter Boschung (1912-1999), Roland Mülhauser (*1937) und Hubert Schaller (*1955), bis hin eben zu Angelia Schwaller (*1987). Sie alle sorgten dafür, dass diese Sprache nun auch als Literatursprache gelten kann.
Jetzt könnte man natürlich denken, jede und jeder, der in diesem Dialekt schreibe, müsse wohlwollend aufgenommen werden, rette sie oder er doch gewissermassen das Idiom vor dem Aussterben: Doch dem ist nicht so! Dieser Dialekt, archaisch in seiner Art, kann literarisch sauer und dumpf tönen, unschön zum Zuhören – wenn eben nicht auf die ihm innewohnende Sprachmelodie gehört wird. Diese Aussage ist nichts Neues. Gerade Mundart-Performer wie Pedro Lenz, wieder so ein Name, sind von Lesungen dieser jungen Dame aus Ueberstorf im Fribourgischen hell begeistert.
Aber darauf will ich hier gar nicht hinaus. Denn obwohl sich dem zu Hause Lesenden (wem das Senslerdeutsch nicht wie mir ziemlich geläufig ist, helfen übrigens Erläuterungen am Ende der Seiten) die Sprachmusik ebenfalls öffnet, gefällt mir an diesem Gedichtband, dass darin einige wirklich radikale Gedichte stecken. Viel krassere Literatur als so manch hochgelobtes Fräuleinwunder (nein, HIER nenne ich keine Namen; dem Neugierigen verrate ich, an wen ich gedacht habe, wenn man mir eine hübsch gedrechselte Mail schreibt) ihr Lebtag fertigbringen wird. Klar war Angelia Schwaller bei der Herausgabe des Buches erst 25 Jahre alt und man findet Gemeinplätze darin. Aber eben auch feinste Beobachtungen, aus denen sie eine Melancholie und Bedeutungstiefe herausholt, die einfach unglaublich ist. Lesen Sie selbst: zǜmlich / wee tuets // im momänt // isch nüme / vǜü da // ds meischta // hanget a dier. Alles, was ich bin, hängt noch an Dir, wenn Du mich verlässt – so fühlte ich auch. Aber ich konnte es noch nie so sagen. Oder so: i bü troches ù auts broot / lige yygschlosse / i dyr hann / chùme vertrǜckt / va dier // nay / we aus verbyy isch / schmiizeschù mier / verbroosmet / ùfe stiibode / zùm fraas vor // verströit kyen i / d ritzen / ay ù gange / verloore.
Leidenschaft unter einem ruhigen, der Sprache sanft folgenden Äusseren. – Ja, dieser Dame wäre ich gerne zugehörig.
Was?! Nein, Sie Lustmolch, ich habe die Sprache gemeint. Schämen Sie sich in Drei-Teufels-Namen!
Angela Maria Schwaller
dachbettzyt
Knapp Verlag 2012
Der Tod als Tradition, die alle mitmachen.

Sonntag, 22. November 2015

Einzelgesprache.
Wenn sie verblüht sind
Komme ich wieder zu dir
Die Blumen aus Plast

Samstag, 21. November 2015

Dribbelpassport: dreifüßig zuhause.
Bierglasilyrik.
Es gibt immer mehr WWWehklagen.

Freitag, 20. November 2015

Das Feuer im Innern brennt: verehelichterloh.
Ultramariniertes Fleisch: verdammt blaublutig, nicht?

Donnerstag, 19. November 2015

All die Säufer in ihrem Mikrokotzmos.
Amannzen fordern Ampelfrauchen bei Lichtsignalen.
Warum dürfen die Leute überhaupt reden? Sollen doch zuerst denken! – Oder anders: Eigentlich sollte es (mindestens) zwei oral-›verbale‹ Lautsysteme geben: Eins für Gefühle, was allen offenstehen soll, und eins fürs Denken; beim zweiten sollen sie mal den Schnabel halten.

Mittwoch, 18. November 2015

Der Knabe flog in seinen Blütenstaubzimmern herum. Doch barsch wurde er von der Hexe zu einer Bruchlandung gezwungen. Fischig!
Erzählungen als ›Tages‹meldungen: Sinnvoller wär’s.
Politische Stabiliät wird vergolten mit Trägheit. (Langeweile? – Nein.)
Ein ganzes Leben sich in der Literatur abmühen – um in der letzten Sekunde des Lebens zufrieden zu sein – – – mit dem Leben.

Dienstag, 17. November 2015

Res bäckt. Was? … Zu Weinnachten? – Hah!
Die Bundesverbeamten.

Montag, 16. November 2015

Verhältnismäßigkeit von Vergehen und Strafe (›Auge um Auge, Zahn um Zahn‹) … also: Autofahrer? – Alle vergasen!
Der langhaarige Typ aus’m Maserati: Dich kill ich, du Sau!
Fi-fa-Fascho.
Preisbrecher: Mir wird übel bei den Preisen …

Sonntag, 15. November 2015

Die Welt heute: ein Hohlocaust.

Samstag, 14. November 2015

Immer auf Strapse …
Mix und Remix sind zwei böse Buben: Sie wollen nix nix und das fix.Nur das Original beharrt auf alten Tugenden und will für wahr genommen werden.

Freitag, 13. November 2015

H. C. ANDERSEN, Narzissimus
Es war einmal ein Märchenerzähler, der konnte all die kleinen perönlichen Verletzungen, selbst der frühen Jahre, nie vergessen, nie überwinden. Noch im Alter träumte er von den Peinigern seiner Jugend. Seine Heimatstadt war ihm ein Graus und selbst die abwegigsten Witze bezog er immer auf sich. Müde, ohne Frau, lebte er so dahin.
Und die Moral der Geschicht: Ich mag ihn als Märchenerzähler trotzdem. – Oder gerade deswegen …?
Wolfgang Schäuble warnte vor einer ‹Flüchtlingslawine›. Jetzt plötzlich will er es nicht so gemeint haben, mit diesem zusammengesetzten Wort, das im zweiten Teil eine Katastrophe meint. Natürlich hätte er von Beginn weg von den ‹Heimatvertriebenen› reden können, aber seine Wähler werden es ihm nicht vergessen, dass er zuerst sagte, was sie denken, und er nur zurückkriecht, weil es sich so gehört. – Ähnliches geschah ja in der Schweiz mit dem berüchtigten ‹88› im Wahlkampfvideo der SVP … Solche Menschen gehören nicht in die Politik. Weder aktiv noch passiv.

Donnerstag, 12. November 2015

Einige reiche XXXler lassen sich ausbürgern, bleiben aber in der CH wohnhaft. Auf diese Weise können sie in der Schweiz ›pauschalsteuern‹ und behalten mehr Geld. So lieben die XXX-ler ›ihr‹ Land.
GRÜNE, warum habt Ihr noch Kinder? Sagt Ihr nicht selbst, die Erde gehe bald unter? Seid doch mal konsequent, es würde Euch von allen anderen Parteien abheben.

Mittwoch, 11. November 2015

Hans Dampf in Edgar Allans Gassen.

Dienstag, 10. November 2015

Weisheiten des Schweizer Gähnerals: Gefeuert ist nicht verbrannt.
Schludelschreiber.
Mar-kus, Mahr-Kuss: Der Kuss einer Schattengestalt.
Der Schweizer Urmensch: Holderadioooooo …
Das kleine Kind: Wieso? Es gibt doch heute Smartphones!

Montag, 9. November 2015

Hungernotten: Nächtehunger?
Mann, der im dunklen Wald aus Versehen seine eigene Tochter vergewaltigt. Was tut er, als er es danach bemerkt?

Sonntag, 8. November 2015

Samstag, 7. November 2015

Freitag, 6. November 2015

Durchalteparolen: Politik der greisen Deppen.
Thronologie: Wer folgt dem vorangegangenen Unterdrücker …
In der Landeskirche bekreuzen sich die vielen Irrwege.

Donnerstag, 5. November 2015

Underdosis Leben: Junge gehen ins Nix.
Gestern lag ein Kissen zwischen uns,
auf dem die Katz lag.
Morgen werden es Steine sein,
beinhart,
wie vom Himmel gefallen
– und keine Katze weit und breit.

Mittwoch, 4. November 2015

Wichtig für ein Land ist nicht, welche Traditionen man pflegt, sondern wie man es den nächsten Generationen übergibt.
Alles negativ oder positiv sehen: ›Eine Grundeinstellung‹. – Ja, aber ab Fabrik.

Dienstag, 3. November 2015

Karmageddon.
NEBEL-LEBEN
Ich trinke den grauen, langsamen Tod. Ich trinke ihn oft, trinke ihn fast täglich … Auf Wiedersehen in der Schweiz.
Neoliberalismus heute: Von der Fremdausbeutung hin zur Selbstausbeutung – Hauptsache Produktionssteigerung.
Das einfache Schweizer Volk: Klugscheißer!
Wechseln Sie mal die Frechquenz!

Montag, 2. November 2015

Werbung: SPÄTER wird geil!
Er: Geil, dann leg ich gleich mal mein Geld auf die lange Bank.

… später …

Er (ist tot)
Man soll die Feste feiern, wie die Toten fallen.
Wenn’s einer macht, der and're lacht.