Sonntag, 18. Juni 2017

Komm in den Kunstbunker: Der Aufschlitzer zerfickt Deine Träume!

Montag, 12. Juni 2017

Das Unglücksrohr: Titel für eine Biographie. Eines Mannes? Kann bei beiden Geschlechtern wichtig sein. Eines Komponisten?

Wer plötzlich nicht mehr hört, merkt, wie blöd die Menschen aussehen/agieren.

Sonntag, 11. Juni 2017

Der Profeterinär sagt den Tod einer Kuh voraus: »Es muss so sein, Sexy S.!«

Samstag, 10. Juni 2017

Wolf von Niebelschütz (1913–1960) polarisiert. Man mag ihn seiner Sprache und seiner Erzählkraft wegen, oder man findet ihn irgendwie abstoßend. Dazwischen gibt es fast nichts. Folglich geben die einen dem zum Beispiel so Ausdruck: »[D]ie Sehnsucht nach dem irdischen Paradies ist so alt wie die Dichtung, und sie kann immer wieder zu ihrem Gegenstande werden. Ein einziges Mal ist das in der Nachkriegsliteratur geschehen, im ›Blauen Kammerherren‹ des deutschen Dichters Wolf v. Niebelschütz, einem Roman, der die gesamte Elendsliteratur durch seine Schönheit, Poesie und Kunstfertigkeit überragt.« Die anderen zum Beispiel so: »An diesen 995 Seiten [von ›Der Blaue Kammerherr‹] hat der Verfasser sieben Jahre lang geschrieben. Rechnen wir nach: also etwa seit Stalingrad. Es gingen Hunderttausende nach Sibirien, der Autor schrieb an dem galanten Roman. Es fielen täglich und nächtlich Menschen und Bomben – der Autor schrieb galant weiter. Es geschah dann noch einiges, aber der Autor ließ sich nicht beirren: seine Gedanken waren bei Danae, sechzehnjährig, blond und süß. Kann sich einer sieben Jahre lang irren?«

Freitag, 9. Juni 2017

Die Zeiten wiederholen sich: Früher wurden die Gerbereien in die Armenquartiere gedrängt; heute liegt die Lederproduktion vor allem bei Brasilien, China und Indien (und in den USA) …

Donnerstag, 8. Juni 2017

Leitkultur, Leitkultur!! – Unwort. Das sind eher GRUNDWERTE, was wir haben. Nicht alle hier sind christlich. Nicht alle hier wählen XXX. Nicht alle hier streben nach dem Gelde. Nicht alle hier sind heterosexuell. Wir leben eben gerade eine Multikultigesellschaft, auch wenn wir wenig Migranten hätten. Zudem muss sogar Mehrheitsdenken infrage gestellt werden dürfen: Sonst würden wir nie Wandel haben. Also geht mir mit eurer ›Leitkultur‹. Grundwerte ja, ansonsten lebt, wie ihr wollt. Und projiziert nicht Pseudodenken in eure Ängste hinein!
Hey, Zwangsneurosa, verpiss dich mal! – Ich schätze eher androgyne Typ(pist)innen …

Mittwoch, 7. Juni 2017

Habt Ihr die subliminalen Botschaften in meinen Büchern gesehen – zum Sturz des US-Präsidenten? – Kaum, er ist ja noch da. Hm, liegt vermutlich daran, dass ich zu wenig verkaufe …

Dienstag, 6. Juni 2017

Riedo, der Ratgeber-Schreiber: »Wie ich mein Wunschkind bekomme – die sichere Methode durch Embryonaldenken«.

Montag, 5. Juni 2017

Riedo, der Koch: Man fülle Mövenpickeis in ein Pastetli aus der Migros, Rahm dazu, Pastetlideckelchen obendrauf als Krönung gesetzt: en Guete.

Sonntag, 4. Juni 2017

Immer diese Verlesefehler: »Busen in allen Formen und Farben« …!
Klimakontraferenz.

Samstag, 3. Juni 2017

Freitag, 2. Juni 2017

Die Priester killen im Deolirium.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Mittwoch, 31. Mai 2017

Hatten die anderen Hominiden auch einen Jesus: Neandertaler-Jesus? (Erinnert Ihr Euch an meinen Dinosaurier Jesus?)
Moneyqueens?

Dienstag, 30. Mai 2017

Seht euch selber doch mal an, ihr Moneyquins!
Das einfache Schweizer Volk: Oh, da hat aber einer schlecht geschlafen!

Montag, 29. Mai 2017

Solothurn/Bern, den 29. Mai 2017

Sehr geehrte Frau Wirtz Eybl

Bei den Solothurner Literaturtagen am Tisch der Literaten ist mir die Idee gekommen … Seit dem Jahr 2000, als ich in einem Kolloquium des Schweizer Literaturarchivs an der Universität Zürich («Von der Leine ins Netz» oder so ähnlich; ich haue das nur grad rasch in die Tasten; es ging um die berühmten Wäscheleinen von Ludwig Hohl und darum, was von den Schriftstellerinnen und Schriftstellern im Internet-Zeitalter an nicht-digitalen und/oder digitalen Spuren, vor allem von den Werkstufen, noch bleiben wird) teilnahm, habe ich mir immer wieder überlegt, was eigentlich ab der Generation Digital von der Arbeit einer/eines Literatin/Literaten noch bleiben wird ausser dem Endprodukt des Buches und einiger Vornotizen. Selbstverständlich gibt es die Literaturschaffenden, die alle Stufen aufbewahren, alle Sicherheitskopien jeden Tag. Aber das sind nicht alle – und ausserdem sind das dann ziemlich viele Stufen, die wohl auch nur noch digital wiedergegeben werden könnten.
Die Idee nun, von der ich nicht weiss, ob sie irgendwo in einem Land schon besteht, von der ich und die hier gefragten Schriftstellerinnen und Schriftsteller aber noch nie gehört haben, bestünde darin, dass das Schweizerische Literaturarchiv den mit der Schweiz verbundenen Schriftstellerinnen und Schriftstellern die Möglichkeit anbietet, ihre gerade entstehenden Werke zu jedem Zeitpunkt, nach jedem Arbeitsschritt, der ihnen passend erscheint, digital ins Archiv stellen zu lassen. Das Schweizerische Literaturarchiv garantiert, dass diese Dateien aufgehoben werden, die Schreibenden garantieren, dass Sie sie behalten dürfen, auch wenn sie sich später für gewisse Zwischenstufen schämen würden.
Wir hier sind uns sicher, dass so mehr Material ins SLA wandern würde, als wenn eine Autorin/ein Autor am Ende des Lebens alles zurechtlegt und das aussondert, das sie/er aus welchen Gründen des späten Lebens auch immer er oder sie nicht mehr überliefert wissen möchte. Es würde wie die Schreibenden etwas überlisten, mehr zu hinterlassen als sonst …
Das würde noch nicht heissen, dass Sie sich verpflichten, dann den ganzen Nachlass zu übernehmen (ich weiss ja, dass dies vom Platz her gar nicht möglich ist), aber diese digitalen Formen könnten ein Zusatzarchiv zum regulären Archiv sein, bei dem die/der entsprechende Urheber/in für diesen «Vorlass» auch keine finanzielle Abgeltung erhielte.
Also ein «Archiv der Vorstufen» in digitaler Form.

Mit erlesenen Grüssen

Ihr

Dominik Riedo
Warum ›mag‹ ich Literatur und Literaten eigentlich so sehr (Literaten, ihr Leiden, teilweise ja wirklich mehr als ihre Literatur …)? Ist mir Literatur wie Blut, das sie im Leiden an und auf der Welt verlieren, Zeugnis ihrer Schmerzen, meinem Schmerz ähnlich? Also jemand wie Karl May gewissermaßen ein Bluter, der nicht aufhören kann, aus seinen Wunden zu bluten, während andere möglichst wenig zu verlieren trachten? Aber immer mit ›Herzblut‹, immer eine Blutsschwestern- und Blutsbrüderschaft? Willkommen im Roten Bereich?

Samstag, 27. Mai 2017

Dr. Checkill und Mistermaid.

Freitag, 26. Mai 2017

Alles fließt. Nur in Luzern bleibt alles beim Alten. 54 Prozent der Stimmbürger haben sich gegen eine Steuerhöhung und damit für die Verlängerung eines budgetlosen Zustands für die Hauptbibliothek des Kantons entschieden. Bildung ist wichtig: jaja, haha.
Das einfache Urschweizer Volk: Muh muh, wir fressen dich!

Donnerstag, 25. Mai 2017

Ich schäme mich auch heute noch jedes Mal fürchterlich, wenn ich zum Beispiel eine Bankwerbung wie kürzlich jene der Credit Suisse sehe, in der die für ihr Alter natürlich top aussehende Mutter ihre Tochter anblickt, als wäre sie der liebgewonnene, personifizierte Klumpen Gold im Portemonnaie, und für den Betrachter sichtbar denkt: »Sie hat so viel von mir. Eines Tages auch das Vermögen.« – Würg!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Dies Klima der Hatemosphäre killt mich noch!

Dienstag, 23. Mai 2017

Kotzentrier dich mal!
Das einfache Schweizer Volk: Das sagt genau der Richtige!

Montag, 22. Mai 2017

Billard um einen halben Zahn.
Die Priester und ihre Amenergüsse …

Sonntag, 21. Mai 2017

Ein Sterbender vor Jahrhunderten, der sich wünschte, alle hundert Jahre mal zu erwachen und sich wieder einen Tag umsehen zu können, was so passiert ist in der Zwischenzeit, müsste heute wohl alle zwanzig Jahre mal aufstehen. Immer mehr ändert sich rasend schnell (auch wenn sich die Menschen selbst wenig ändern) …

Samstag, 20. Mai 2017

Hast du Hebammel?
Ruf mal jemand den Hebammel!

Freitag, 19. Mai 2017

Wann seh’ ich endlich mein Känguhu?!

Donnerstag, 18. Mai 2017

Ritzt du in den Klon?
Sitzt du auf dem Tron?
Schwitzt du auf dem Thron?

Mittwoch, 17. Mai 2017

Es können nur kleine Weltraumsonden mit wirklich hoher Geschwindigkeit ins All fliegen … Warum nicht Menschen verkleinern (eine Zucht über Jahrhunderte), damit sie hineinpassen?
Damit bleibt mir nur zu wünschen, dass Wolf von Niebelschütz, wie es immerhin seinen beiden Hauptwerken beschieden ist, etwas mehr gelesen werden wird; dass dieses Buch die Forschung zu ihm nochmals eine Spur intensivieren könnte – wider das Vergessen; und dass es seine Verwandten zusätzlich als erneuten Versöhnungsbeleg ansehen dürfen, oder, um es mit Wolf von Niebelschütz zu sagen, möge das Glacis nunmehr mit dem Humus der Stille des Friedens angerichtet sein oder mögen die vierzig Pferde doch nicht vergebens in die Kupplung geschäumt haben.

Dienstag, 16. Mai 2017

In meinem Leben fühle ich mich bissherr so, als hätte ein Dämon sich in meinem Leib festgebissen.

Montag, 15. Mai 2017

Uns trägt das Arschgeschwungene.
Uns trägt das Angeschwungene.

Samstag, 13. Mai 2017

Diese verdammten Hunde sollte man mal einschäfern!
Politik: Das absurdeste Theater des Dicklichen Wirklichen.
Der Zufall: Ohnmächtig.
Singbrünstig hebt sie an: …

Mittwoch, 10. Mai 2017

Es geht nicht mehr, wie bisherr … Zum Glück …

Feefügung – immerhin …

Montag, 8. Mai 2017

Schleimheilige Mutter Kotzes.
Macht ist heute so komplex, dass man sie kaum mehr darstellen kann … Am ehesten als Wirkung auf die Menschen. Aber die Macht selbst …?
Individualist: Kann die Gesellschaft nicht brauchen.
Das einfache Schweizer Volk: Du magst künstliche Welten; warum magst du Geoengineering nicht?
Ich: Habe ich das gesagt?
Das einfache Schweizer Volk: Wir haben angenommen, dass –
Ich: Das ist euer Fehler.

Freitag, 5. Mai 2017

Die Manipulierbarkeit der Massen zeigt, dass eigentlich eher eine Oligarchie regieren sollte. Aber woher nehmen diese Obersten ihr Wissen, ihre Überzeugungen? Durch manipulierte Nachschlagewerke? Wer kann alles alleine prüfen? Der Geist vermag vieles, ohne je an einem anderen Ort gewesen zu sein als dort, wo er am wohlsten ist. Aber was kann er von dort aus alles nicht ganz sauber entscheiden …?
Das einfache Schweizer Volk: Urgl?

Donnerstag, 4. Mai 2017

Ist eigentlich krank, wer zur Erkenntnis durchdringt, dass er – wie alle – kleinlich, egoistisch, unaufrichtig und unselbstständig ist, immer nur bestrebt, die Schwächen seines Wesens zu verbergen?
Das einfache Schweizer Volk
: Sprich für dich selbst!
Wann ist Zorn beim Schreiben erlaubt? Wenn er über die eigenen Interessen hinausgeht. Aber wenn es mein Interesse ist, für die Interessen anderer einzustehen? Bin ich dann noch kompetent und zuständig?

Mittwoch, 3. Mai 2017

Der Priester betet Gott an. Der kommt und erschießt ihn.
Ich: Das sind aber seltsame Träume.
Das einfache Schweizer Volk: Red deine Gewaltphantasien nicht schön!

Dienstag, 2. Mai 2017

Wir brauchen mehr Hinzukunst, sagt das Buntesraten.

Montag, 1. Mai 2017

Mehr Krieg? Naja, weniger Menschen könnte immerhin heißen: Mehr Glück für Tiere …

Sonntag, 30. April 2017

Menschen sind nicht, was sie tun, sie spielen eine Rolle? Lieber Max Frisch, irgendwann wird die Rolle zum Leben …

Samstag, 29. April 2017

Schriftstellerinterview versus Komponisteninterview usw.: Warum antwortet der Komponist nicht in Musikform? Was ist das Interview für eine Gattung im Bezug zum Werk, wenn das Werk nicht aus Texten besteht?

Freitag, 28. April 2017

Braucht es ein Leben-Wollen als Schriftsteller? Oder bloß ein Überleben und Berichten? Frag Ingeborg Bachmann …
Illusion ist immer auch Modell? Oder Plan? Oder Utopie? Oder Dystopie?

Donnerstag, 27. April 2017

BÅLKANROUTE – meine neue Band.
Das einfache Schweizer Volk: Polka?
Revolutionäre verraten die Vergangenheit.

Mittwoch, 26. April 2017

»Wie groß werden große weibliche Gedichte, weil der ganze Körper mitdichtet!« - Das ist auf so vielen Ebenen eine Unverschämtheit, dass auch mir nur eines übrigbleibt: Wer so denkt, will selbst doch möglichst fett werden: Je fetter der Körper, desto gewichtiger das Gedicht …
Wann kommt die Zeit, in der Schauspieler sich ihren Künsternamen nach Firmen wählen und dafür von denen gesponsert werden?
Ich zieh mir ne Küchenschürze an, kleckere Spaghettisauce drauf beim Essen = Fertig ist das Kunstwerk – spricht das einfache Schweizer Volk …

Montag, 24. April 2017

I’m still with himher.
Kuscheltrauma.
Denen möchte ich mal ne Widersachertorte ins Gesicht hauen!
MEINE IMAGINÄRE REISE, 17., 18. und 19. APRIL etc. (SIEBEN-, ACHT- und NEUNUNDVIERZIGSTER TAG usw.)
Morgens kurz joggen, dann ein letztes Mal Frühstück in SF und Vorbereitungen zur ewigen Reise: Es wird weitergehen, aber wie lange, wie, wo ...? Egal, aber ich mag nicht mehr schreiben ...
Liegt das nun an der Zoo-Polizei, die es hier gab? An der NOPD (!) in New Orleans? Daran, dass ich einmal fast ein Squirrel überfuhr? An den Border Patrols? An den Zügen mit den vielen Panzern? Am Grill mitten auf der Autobahnraststätte? An Bouldermade? An den Jesus-Kerzen, die man in Texas in jedem Supermarkt kaufen konnte? Oder dass die Polizei Panik hat, wenn man versucht, vor ihnen aus dem Auto auszusteigen (bleib immer sitzen!)? Egal ... 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 16. APRIL (SECHSUNDVIERZIGSTER TAG)
Es regnet das fünfte Mal (drei Mal davon in Carmel und San Francisco).
Aber egal, denn heute stand das MOMA in SF zum Besuch an ... Wow, die Menschenmenge ab Mittag ... Zum Glück war ich schon früh da.
Dann kurz in den Stadtteil Castro, wo es in der Bäckerei wieder ganz klischeehaft Schokoschwänze zu kaufen gibt ...
Zum Abschluss Stadtteil Mission und abends in den Pub. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 15. APRIL (FÜNFUNDVIERZIGSTER TAG)
Rathaus, Oper ...
Golden Gate-Park.
Hippie-Gebiet oder was so genannt wird: Ich habe zwei Mode-Tussen gesehen, die sich jedem Laden mit Kaufrausch genähert haben, ICH, ICH, ICH, während ich die Flucht ergriff.
Dann in einem Kaufhaus, wo zwei Schoko-Stückchen, zusammen 45 Gramm, gut neun Dollar kosten sollten; aus den Lautsprechern drang Punk – jaja, das Klischee: Die würden sich im Grab umdrehen (hoffe ich, bin aber nicht so sicher).
Derweil machen sie bei den Passanten Werbung dafür, dass man eine Katze adoptieren soll, mit dem Argument, es können sich ja dann um eine handeln, die auf Youtube drei Millionen Klicks hat ...
Und ja, der Stadtplan von Frisco hat alle Modegeschäfte verzeichnet. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 14. APRIL (VIERUNDVIERZIGSTER TAG)
Golden Gate-Brücke mit dem Velo. Müssen sich mit den Fußgängern einen schmalen Gehsteig teilen (die andere Seite ist wegen Revisionsarbeiten geschlossen), während die Autos sechs Spuren haben ...
Danach Lombard Street ebenfalls mit dem Velo ...
Auf dem Rückweg Jesus auf einem Elektrogefährt gesehen, mit dem Kreuz auf der Schulter ...
Abends beim Joggen noch kurz beim Baseball-Spiel zugeschaut (Giants gegen irgendwen ...) 

Freitag, 14. April 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 13. APRIL (DREIUNDVIERZIGSTER TAG)
Von Carmel nach San Francisco. Hier in der Gegend hat es gestern und heute geregnet, also gleich viel wie zuvor sechs Wochen zusammen ...
San Francisco für mich die beste Stadt in den Staaten dieses Mal. Warum eigentlich? Auch wieder ein Klischee? Aber ich fühle mich wohler hier als anderswo ...
Steile Straßen, Tramfahrt, Ferry Building, Pier 39 (Seehunde), Chinatown, Feuerwehrautos, Alcatraz gesehen, Union Square.
Abends sehr feine Suppe, Spargeln (!), handgeschnittene Pommes und ein leckeres Dessert.
Aber so müde, so müde ...

Donnerstag, 13. April 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 12. APRIL (ZWEIUNDVIERZIGSTER TAG)
Heute den Highway 1 von Norden nach Süden gefahren bis zum abgesperrten Stück der Straße, das wir gestern umfahren mussten.
Beim Spazieren gesehen: wilde Truthähne, ein Reh, Vögel usw.
Der Strand von Carmel dann: ein Hundeparadies. So viele glückliche Hunde!
Abends die beste Suppe in den USA gegessen. 

Mittwoch, 12. April 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 11. APRIL (EINUNDVIERZIGSTER TAG)
Von Santa Barbara nach Carmel. Allerdings ist beim Highway 1 eine Brücke eingestürzt und wir müssen einen Umweg fahren. Trotzdem sehen wir heute freilebend: Seeotter, einen Seehund, See-Elephanten (hunderte!), einen Hasen, Echsen, Vögel, Squirrel ...
Joggen in Eastwoods Carmel. 

Dienstag, 11. April 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 10. APRIL (VIERZIGSTER TAG)
Mullholland Drive hin und zurück. Dann Fahrt nach Santa Barbara. Doch wieder ganz netter Tag am Strand – mit dem obligatorischen Flughafen nebendran und der Air Force Base in der Nähe ...
Netter der Campus der University of California, Santa Barbara. Bis auf das Mama-Söhnchen, das nen Hummer fährt ...
Joggen.
FW 9 bis 14.

Montag, 10. April 2017

United Hates of America. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 9. APRIL (NEUNUNDDREISSIGSTER TAG)
Santa Monica, Boulevard, Santa Monica Pier, Venice Beach, Muscle Beach ...
Dafür muss auf dem Weg nach Santa Monica die S-Bahn teilweise warten, weil die Autos Vortritt haben!
Und das eine Auge des einen Bettlers am Boardwalk, als ich das sah, da musste ich selbst weinen. Gut, meine Stimmung ... 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 8. APRIL (ACHTUNDDREISSIGSTER TAG)
Ihr wollt Klischee? – Heute war Hollywood, Walk of Fame, Sunset Boulevard, Beverly Hills, Chinese Theatre, Dolby Theatre, Downtown Los Angeles, Walt Disney Concert Hall, China Town, Little Tokyo etc.
Wie immer bei schönstem Wetter.
Aber sonst ... 

Samstag, 8. April 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 7. APRIL (SIEBENUNDDREISSIGSTER TAG)
Um dann über Dana Point und Laguna Beach nach Los Angeles zu fahren. Alles ernüchtert. Jaja. Immerhin sind wir im Holiday Inn, vom Namen her noch Ferien ...
MEINE IMAGINÄRE REISE, 6. APRIL (SECHSUNDDREISSIGSTER TAG)
Und hatten da einen ganzen Tag, der nochmals ganz nett war. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 5. APRIL (FÜNFUNDDREISSIGSTER TAG)
Einen Tag darauf schafften wir es noch nach San Diego durch die Anza-Borrego-Wüste. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 4. APRIL (VIERUNDDREISSIGSTER TAG)
Und dann kommt da eine ältere Dame daher, recht gut gebildet, arbeitete im Yosemite Nationalpark, hat zwölf Großkinder, die spricht da im vollstem Ernst: Als ich kein Geld hatte, früher, hat mir Gott jeden Tag den Benzintank mit Benzin aufgefüllt. – – – Da ist es, was mir alles zerbricht: So etwas macht mir den Unsinn meines Erleben-Wollens hier klar: Es ist nicht, was ich erwartet habe. Es ist nicht, was ich zu finden hoffte. Es ist ... ja, was ist es.
Die Unlust des Weiterreisens in den USA. Oder zumindest die Unlust, über die imaginäre Reise zu schreiben ...
Das war im Sequoia National Park. 

Dienstag, 4. April 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 3. APRIL (DREIUNDDREISSIGSTER TAG)
Morgens wecken uns die tieffliegenden Kampfjets der nahen China Lake Base. Emmenbrücke all over again ...
Schön jedoch Lake Isabella selbst, wo wir ein wenig spazieren.
Kurvige Fahrt nach Bakersfield und dann geht’s nach Fresno. Dabei Mittagessen an einem Ort, der wie Kuba aussieht, sagt das Gedankenkind: Alles ist auf Spanisch angeschrieben und überall hört man spanische Musik.
Abends indisch essen. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 2. APRIL (ZWEIUNDDREISSIGSTER TAG)
Nochmals durch den Death Valley: Sanddünen, die man herunterschlitteln kann, Mosaic Canyon.
Danach Mittagessen wieder mitten im Park (Nahrung muss natürlich alles hintransportiert werden ...), Fahrt an Seen vorbei nach Wofford Heights am Lake Isabella.
Joggen.
Abends in der typischen Dorf-Bar mit betrunkener Pensionierter und ernüchterter Servierdame. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 1. APRIL (EINUNDDREISSIGSTER TAG)
Im Death Valley: verlassene Minen, tiefster Punkt der USA, Salzseen, verrückte Gesteinsformationen, Rennradfahrer, die sich völlig verausgaben ...
Schön sind der Artists Drive und der Golden Canyon, trotz Touristen wie wir.
Nachtessen mitten im Nationalpark zu Sport. Dabei die drei meistgesprochenen Sätze behalten: «That’s Basketball for you!», «So close, so close!», «Oh my God!» ...
Auf der Toilette fragt man sich wieder, warum ein Pissoir nach «American Standard» eine Gallone Wasser per flush durchlassen muss: 3.8 Liter, um ein bisschen Pisse runterzuspülen. «That’s America for you!»
Schön dann der Sternenhimmel bei Zabriskie Point. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 31. MÄRZ (DREISSIGSTER TAG)
Weil es zwischen mir und meinem Bruder gelinde gesagt nicht mehr immer so geigt, muss das Gedankenkind her. Das Gedankenkind ist gleich groß wie wir zwei und kann zwischen uns vermitteln ... Um es auf die USA einzustimmen, erzähle ich ihm von Texas: Da posierten die Kinder vor geschossenen Hirschen und die hübsche Querschnittgelähmte lächelte im Rollstuhl selig in die Kamera, weil sie immerhin noch Tiere abknallen kann: yeah!
In Vegas schauen wir uns heute die Casinos und ihre Sehenswürdigkeiten an: Haifischbecken, New York en miniature, Achterbahn, Venedig, Paris mit Eiffelturm etc.
Abends im Bellagio spielen: Ich gewinne 1 Dollar 75 Cents. Man muss zufrieden sein ...
Nett das Wasserspiel vor dem Casino zur halben Stunde, wenn auch zu einer Frechheit von Song: God bless Anärrica! 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 30. MÄRZ (NEUNUNDZWANZIGSTER TAG)
Wir fahren nach Las Vegas und geraten in der Stadt in einen groben Sturm. Es brechen Stromleitungen, Straßen müssen gesperrt werden und will man spazieren, braucht man dringend eine Sonnenbrille, die auch auf der Seite dicht ist: So wirbelt es Sand umher. Aber der ganze Sturm findet ohne Regen statt.
Abends in der Stadt geraten wir an das Ende eines ungerechten Kampfs: Weil sich ein Penner über Batman und Supermann (im Kostüm, damit Touris mit ihnen posieren können) lustig gemacht hat, wie wir erfahren, schlagen sie den erbarmungslos zusammen. Ich habe ein Gesicht noch nie schlimmer zugerichtet gesehen: gebrochene schiefe Nase, Blut überall, Quetschungen, Schürfungen, Zähne abgebrochen. Aber es dauerte anscheinend lange, bis endlich jemand eingegriffen hat. Als wir ankommen, ist alles schon passiert. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 29. MÄRZ (ACHTUNDZWANZIGSTER TAG)
Von Valle nach Boulder City. Dabei das längste zusammenhängende Stück der alten Route 66 gefahren. Und dazu passend am Highwayrand gelesen: «If daisies are your favorite flower keep pushin’ up those miles per hour» ... 

Mittwoch, 29. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 28. MÄRZ (SIEBENUNDZWANZIGSTER TAG)
Kain und Abel, ich opfere kein Fleisch in den Sarg meines Körpers. Aber ich habe das Zeichen auf der Stirn, den Storchenbiss. Er aber würde manchmal fast einen totschlagen. Dafür opfert er Fleisch. Wenigstens ist das alles.
Heute am Grand Canyon entlanggewandert. Die Elchkühe liegen da friedlich auf auf den Wanderwegen und lassen sich nicht stören.
Bisher hat es an 27 Tagen zwei Mal geregnet. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 27. MÄRZ (SECHSUNDZWANZIGSTER TAG)
Heute im Grand Canyon gewandert. Dieser Nationalpark ist nun leider nicht mehr so menschenleer. Selbst im März nicht ...
Und amerikanischer geht’s nicht. Hier kommen alle hin, selbst ich, von zuhause aus, mit den Webcams mache ich meine Reise, heute alles möglich. Imaginär, imaginär ...
Abends joggen: Dabei sehe ich, wie ein Rabe ein Rind mobbt; er verscheucht es immer wieder, weiter und weiter weg. 

Montag, 27. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 26. MÄRZ (FÜNFUNDZWANZIGSTER TAG)
Am Morgen ins Sunset Crater Volcano National Monument. Dort den Lava Flow Trail gewandert und auf den Lenox-Krater (aber ohne Vulkansee oder so, sehr unscheinbar).
Dann Spazierfahrt durch das Wupatki National Monument.
Dann, bei Cameron, quasi mitten in der Wüte, steht da ein Burger King!
Fahrt zum Grand Canyon, den wir von verschiedenen Aussichtpunkten her schon mal vorsondieren für die Wanderung morgen.
Abends joggen bei Valle: Hasen, Rehe, Vögel, Hunde ... 

Sonntag, 26. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 25. MÄRZ (VIERUNDZWANZIGSTER TAG)
Morgens ins Navajo-Museum in Tuba City.
Irgendwo auf dem Weg zum Barringer Crater halten wir dann mitten in der Pampa: Selten so einsam, selten so ruhig ... Aber die Armut im Gebiet der Hopi!
In der Nähe des Kraters zuerst das verlassene Meteor City, eine Art Vergnügungspark. Alles am Zerfallen, eingeschlagene Scheiben, abgelebte Freude.
Der Barringer Krater für mich dann etwas vom Eindrücklichsten in meinem Leben.
Öde Fahrt nach Flagstaff, eine eher wieder etwas alternative Stadt, wo man gut isst und die Menschen mir beim Joggen zuwinken. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 24. MÄRZ (DREIUNDZWANZIGSTER TAG)
Was ich bisher in den Motels vergessen habe: Den Zahnbürstenakku-Lader, Jogging-Zeugs ...
Von Cortez nach Tuba City: Schöne Fahrt durch einsame Gebiete (wir wählen Nebenstraßen). Dann obligat: Monument Valley. Das Auto danach rot von Staub.
In Kayenta lernen wir vor dem McDonald’s einen Navajo kennen, der uns einige Worte beibringt und dafür wissen will, was «hallo» auf Swiss German heißt.
In Tuba City dann, im Navajo-Autonomiegebiet, gibt es keine Bar: It’s a dry town.
Aber was sie haben wie überall: Diese vielen vielen Kopfkissen auf den Betten ...
Dafür hier erstmals keine Zwischenwände zwischen den einzelnen Pissoirs auf den Männerklos.
Und eine eigene Time Zone: Navajo Time Zone.
Dafür wieder gleich wie überall: Die Duschen nie mit Schlauch, die Brause immer oben fest montiert. 
MEINE IMAGINÄRE REISE, 23. MÄRZ (ZWEIUNDZWANZIGSTER TAG)
Mesa Verde National Park (der einsamste bisher): Eine Wanderung zu den Petroglyphen und Besichtigung mehrerer Pueblo-Siedlungen, die überlebt haben.
Abends im Thai-Restaurant: Die Mühe, die sie sich geben, beginnt bereits bei der oben auf dem Röhrchen belassenen Papier (zeigt an: ist unbenutzt ...), das sie kunstvoll gestalten.
Was es hier in der Gegend oft gibt: Hunde, die bei offenem Fenster mitfahren oder hinten auf der Pritsche eines Pick-ups (hoffentlich ohne Vollbremse).
Joggen.

Donnerstag, 23. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 22. MÄRZ (EINUNDZWANZIGSTER TAG)
Autofahrt von Moab nach Cortez. Und dann die Klischees: Loved Ones; Lazy Afternoon – Ja, den faulen Nachmittag machen wir, um uns zu erholen, an die Geliebten denken wir ...
Habt Ihr bemerkt, dass das Tagebuch selbst amerikanisch ist? Mehr als echt. Wirklich imaginär? (Eine Form finden, heißt das ...)
Abends joggen.
ZENSUR (wen es interessiert, darf sich bei mir melden ...).

Mittwoch, 22. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 21. MÄRZ (ZWANZIGSTER TAG)
Heute im Arches National Park bei Moab. Einige der Besucher steigen nicht mal aus dem Auto, selbst wenn man bloß 50 Meter gehen müsste ... Dafür wandern einige junge Frauen gleich im BH und Latzhosen ... Hitze macht auch modisch etwas kreativ.
Abends im Restaurant: Als mein Bruder fragt, ob er den Rest seines Getränks in einem Becher mitnehmen könne, bekomme ich automatisch auch einen solchen mit auf den Weg, obwohl ich schon lange ausgetrunken hatte ... 

Dienstag, 21. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 20. MÄRZ (NEUNZEHNTER TAG)
Von Boulder nach Moab in Utah. Wie immer auf der Fahrt: Die Berge, die das eigene Augen im Gesamtlandschaftsbild so hoch aussehen lässt, sind auf dem gekmipsten Foto irgendwo hinten noch ziemlich klein drauf. Es ist eben nie dasselbe, ein Foto zu sehen oder das Ganze real zu sehen. Auch auf einer imaginären Reise zuhause im Zimmer ... 

Montag, 20. März 2017

MEINE IMAGINÄRE REISE, 19. MÄRZ (ACHTZEHNTER TAG)
Wieder im Rocky Mountains National Park. Die etwas längere Wanderung im Schnee. Wenig Menschen, viele Vögel, berührende Natur.
Auf dem Parkplatz dann drei Frauen mit schreienden Kindern getroffen, die viel zu weit gewandert waren. Ich bot ihnen an, sie zu ihrem Auto beim anderen Parkplatz zu fahren. Sie waren unglaublich dankbar: «Lassen Sie mich Ihre Hand schütteln», sagte die eine, die andere bot Geld an, die dritte meinte: «Ach, es ist teilweise so mühsam mit Kindern ... Haben Sie nie welche!»
Abends in Boulder hat mich dann Alice angesprochen. Sie ist 18 Jahre alt und arbeitet bei Taco Bell für 9.75 Dollar in der Stunde. Ein Auto hat sie, aber sonst sei sie so ziemlich «broke». Wollte eigentlich Tierärztin werden, aber mit 15 flog sie von der Schule und wurde von den Eltern unterrichtet. Daher kriegt sie auch kein Stipendium, Schulden will sie keine machen, Geld haben die Eltern auch keins. Mit 17 dann kamen noch schlaflose Nächte hinzu, wo sie von ihrem Unterbewusstsein gequält worden sei. Darum darf sie nun ärztlich verordnet kiffen. Sie möchte auch gern einen Road Trip unternehmen, aber hat kein Geld dazu. Sie sei deswegen und ob ihres Lebens ganz schön «apathetic» ... Und weil sie etwas speziell sei, sage ihr auch nie jemand, dass sie lieb sei oder wirklich etwas könne. Dabei spiele sie sogar Kontrabass. Wenn sie mal jemanden attraktiv finde, schaue sie sonst immer weg. Aber das würde bei ihr auch besser gelten (für die Männer): Frauen seien «crazy», die meiste täten den Männern nur weh.
Aber sie habe trotzdem jetzt mal Lust, zumindest zu küssen. Ob mir denn das was ausmache? – Nun, an der Stelle musste auch ich ihr halt ehrlich sagen, dass ich nicht der Typ bin, der 25 Jahre jüngere Frauen, vor allem da ich ja zuhause sehr verliebt vergeben bin, küssen mag. Das tat mir leid für sie, aber das lässt mein Herz einfach nicht zu.
Leb wohl, Alice, und schreib mir später mal ...